Beitrag zur #BriefeChallenge auf Twitter Tag 3

Diesmal ein Brief an den Zweifel. Hat ein wenig den Charakter einer Streitschrift. Aber lebt schon in Frieden mit seinem Zweifel?
Wer will, der folgt auch auf Twitter den Hashtags #BriefeausdemSturm bzw #BriefeChallenge

An dich, Zweifel!

In dubio pro reo – im Zweifel für den Angeklagten. So heißt es doch, oder?
Was aber, wenn du, der Zweifel selbst, derjenige bist, der hier auf der Anklagebank sitzt?

Ja, ich klage dich an, Zweifel! Du bist ein Bluthund! Beharrlicher Verfolger! Lässt niemals locker. Belästigst mich bei Tag und bei Nacht. Selbst in meine Träume mischst du dich ein. So anmaßend bist du!
Es geht dich nichts an, wie ich mein Leben führe! Du, der du über mich richten willst, und doch nur ein schmieriger kleiner Einflüsterer bist, der alles an und in mir in Frage stellt!
Ich will jetzt und in Hinkunft dein Richter und dein Henker sein!
Meinen Geist will ich dir in Hinkunft verschließen, deinem nörgelnden Singsang kein Gehör mehr schenken. Ich verbanne dich! Besuche meine Träume nicht mehr, und vergiss auch nicht, das bohrende Gefühl aus meiner Magengrube mitzunehmen, und das Nagen in den Eingeweiden. Das ewige Gedankenkarussel voller erfundener Unzulänglichkeiten! Nimm mit dir all deine Schergen! Für euch soll hier kein Platz mehr sein!
Mit Zuversicht, Neugierde und Mut will ich die freien Plätze füllen. Sie sollen fortan meine Begleiter sein! Fantasie und Kreativität sollen einziehen in meinen Geist, und hier ihr Lager aufschlagen. Bunt und üppig. Voller Selbstvertrauen und guter Laune.

Geh nun, Zweifel, und kehre nicht wieder!
Dies ist mein Urteil, mein Richtspruch.

Was? Du bist noch hier? Siehst mich ungläubig an?
Nun geh! Pack dich fort! Deines Bleibens ist hier nicht länger!

Deine Ex,

EmmaN

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