Kanibalenprobleme

Hier ein kleiner Holperreim, der nächtlich oder morgendlich seine Form annahm, je nachdem wie man es gerade betrachtet. Das besondere an diesen Zeilen ist, das sie durch eine Unterhaltung entstanden, die zu spätfrüher Stunde zwischen @ScheibConstanze, @Cheshirepunks und mir stattfand, ursprünglich mit einem frühen Gedicht von @Cheshirepunks Alisa Butscher Ben begann und dann mit dem Tod der beiden endete.

Wie das? Nun ja. So sind eben …

Kanibalenprobleme:

In einem weit entfernten Land, euch vielleicht von Twitter her bekannt, trafen sich einmal zwei Leute, so wie’s geschieht so oft auch heute.

Mann und Frau, schon fast ein Paar,  wenn’s weder verwandt oder verschwägert war. Doch eigentlich ist das nicht wichtig, bis ein Gedicht es traf doch richtig.

„Dein Fleisch will ich mir einverleiben, mich mit deinem Blut einreiben, dich zu einem Teil von mir machen, genüsslich deine Knochen knacken!“

Dies sprach Butscher Ben verhalten, wodurch sich beide gleich verknallten. Und wie die Liebe nun mal ist, manchmal auch mit Hinterlist. Sogleich verzehrten sich die beiden, nach des Geliebten Eingeweiden.

Und dann, zu allem Überfluss, kam noch ein Drache, unterbrach den Kuss, der darauf einfach folgen muss.

Den Romantik war schon richtig, Technik, Fortschritt nicht so wichtig. Die beiden konnten sich gut leiden und wollten sich in Scheiben schneiden.

„Und, wie das, fragte der Fielfraß, der nun mit am Feuer saß.

„Na, Fuß für Fuß und Hand um Hand“, sagte einer unverwandt.

„Und dann, wenn alle Glieder fehlen? Wie wollt ihr euch denn weiterquälen?“

Der Drache sprach das unverhohlen, es war ja gar nicht mal gelogen. Und als die Kannibalen stritten und bereits die Messer zückten, rief Butscher Ben, erbost heraus: „Verzieh dich Drache, es ist aus!“

Die Andre, nun zurecht empört, sagte, dass das Messer stört.

„Willst du mit den Händen ringen, mich mit blankem Zahn bezwingen?“

„So tat ich es schon eh und je“, doch –schwups- weg war er wie ’ne Fee.

„Damn“, das war ihr letztes Wort, schon trugen auch sie die Teufel fort.

Und übrig blieb ein Drache nun, der leckte sich die Lippen „Gut.“

„In Liebe sind sie nun vereint und das auch noch komplett gereimt.“

Happy End

 

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