Mittagsquickie

Hier eine weitere Kurzgeschichte, die durch Twitter entstand. Genauer bin ich durch einen Tweet über den Block von @Vanjastic und eine dort befindliche Ausschreibung zur Leipziger Buchmesse gestoßen. Die Aufgabe, eine eigene Erotikkurzgeschichte zu schreiben, die jeder Beschreibung spottet fand ich interessant und habe sie mit der folgenden Geschichte umgesetzt.

Leider habe ich den Einsendetermin versäumt, möchte sie euch jedoch nicht vorenthalten.

Also bitte, begleitet mich doch auf einen

Mittagsquickie

Sinnlich surrte es in ihrem Inneren, während Beate das Objekt ihrer Begierde mit Blicken auszog. Sie konnte es kaum noch erwarten, hatte sie doch den Moment schon den ganzen Vormittag herbeigesehnt, aber jetzt war es endlich so weit. Ihr ganzer Körper zitterte bereits vor freudiger Erregung, als sie zärtlich die glatte Oberfläche der Umhüllung strich, die sie noch voneinander trennten. Wohlige Hitze stieg in ihr empor, als ihre tastenden Finger endlich fanden was sie suchten. Ein Seufzer lüsterner Erwartung entwich aus ihrer Lunge.

Beate verstärkte den Griff. Sanft und doch bestimmt.

Ihre Finger zitterten leicht. Bald. Bald würde sie bekommen was sie wollte. Würde ihn und seinen Geschmack in ihrem Mund spüren. Langsam, Stück für Stück entblößte Beate was sie begehrte, bis er endlich frei war und die Hülle achtlos zu Boden sank.

Nichts anderes war mehr wichtig.

Sie hatte nur Augen für das was nun hüllenlos und in seiner vollen Pracht vor ihr lag: Eine Offenbarung. In Länge, Größe und Gestalt. Alles wie es sein sollte. Alles so wie sie es liebte. Sie konnte sich selbst kaum noch zurückhalten. Jetzt war es endlich so weit.

Sie schloss halb ihre Augen als sie mit einem Schnurren ihren feuchten Mund langsam öffnete. Als sie ihn fast mit ihren bebenden Lippen berührte, strich zuerst der warme Hauch ihres Atems über ihn, dann streckte sie ihre Zungenspitze heraus und leckte in neckisch.

Ein kurzer Vorgeschmack auf das was folgte. Ihn mit einer Hand haltend, leckte und lutschte sie mit steigender Begierde. Geriet dabei immer mehr in Ekstase, bevor sie sich selbst erlöste und ihn in ihren Mund einführte. Ihre Zunge umspielte ihn, derweil sie versuchte ihn nicht mit den Zähnen zu verletzten. Doch es war unmöglich. Ihr Kiefer Schloss sich, unwillig länger zu warten und mahlte sogleich los, während ihre Geschmacksknospen regelrecht explodierten.

Gierig verschlang sie nun auch den restlichen Schokoriegel und wischte sich danach ihren verschmierten Mund an einer Serviette ab. Göttlich.

„Ich wünschte du würdest Süßigkeiten im Büro nicht auf diese Weise essen“, sagte der Genussbanause ihr gegenüber mit hochrotem Kopf und offensichtlich froh, dass die Mittagspause nun um war.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.