Weihnachts(er)rettung

Ho ho ho, ihr Lieben!

Nachdem sich mein verehrter Mitbewohner dem christlichen Aspekt des Weihnachtsfestes zuwendete, beleuchte ich eine etwas … andere Seite der … Geschichte. Diese könnte glatt unter dem Motto laufen:

Wie ich Weihnachten 2017 rettete… doch lest einfach selbst.  😀

Die Weihnachts(er)rettung

Die Vorweihnachtszeit erschien mir dieses Jahr surreal.
Lag es an der verrückten Stadt, in der ich mich befinde?
Lag es an mir?
Lag es an den anderen?
Oder lag es vielleicht an diesem Osterhasen, der mich neulich im Weihnachtspulli mit Rentieren drauf besuchte.Hoppel“, sagte ich, „Das muss ein Versehen sein.“
Wieso? Ich habe keinen Bock mehr auf Eier. Weder bunte noch sonst welche. Nicht mal meine eigenen.“ Demonstrativ verschränkte der Hase die Arme vor der Brust.
Aber…“
Meinen Einwand überhörte er. Er plapperte einfach munter weiter: „Kannst du dir das überhaupt vorstellen? Die Wichtelfamilie neulich … wir brauchen noch ein Geschenk für den Osterhasen – ahhhh Eierlikör, perfekt! Das denken die! In Wahrheit ist das alles andere als ideal! Und schau in die Politik: jeder eiert nur noch rum! Eierköpfe, wohin man sieht! Doch damit ist jetzt Schluss! Ich schule um! Soll doch der Weihnachtsmann Eier bemalen und ich mache seinen Job!“
Hoppel war wirklich verstimmt.
Ich startete einen neuen Versuch. „Schaffst du denn das alles? Ich meine, die Wunschlisten einsammeln, die Geschenke besorgen, den Schlitten mit den Rentieren lenken, du hasst doch Schornsteine und das Kaminfeuer könnte dich grillen!“
Entsetzt schaute er mich an und ich fühlte mich schlecht. Warum hatte ich das nur gesagt?
Grillen? Wie altmodisch bist du denn? Natürlich werde ich nicht über den Kamin einsteigen; ich will umschulen, nicht mich umbringen!“
Ich lächelte. „Du hast an alles gedacht, gut.“
Ja, nur der Weihnachtsmann ist grummelig. Der will nicht in Rente, dabei macht er den Job seit den 1950er Jahren, stell dir das mal vor! Wenn alle diese Arbeitsmoral hätten, …“
Nun musste ich ihn aber unterbrechen. „Moment mal, der gute alte Mann macht aber das gesamte Jahr nix. Da kann man dann schon mal ein paar Tage Einsatz erwarten.“
Wie könnte ich ihm denn noch Eier schmackhaft machen? Habe schon alles versucht: Rührei mit allen Rafinessen, Eierkuchen Suzette, gekochte Eier mit Kaviar, Spiegeleier auf Leberkäse, Eier im Glas, nichts hilft. Er bleibt stur.“
Ich nickte. „Das ist nun mal nicht seine Berufung. Ich weiß, dass du unzufrieden bist.“
Ach.“
Ja. Aber ich finde, das gehört dazu. Kein Job hat nur positive Aspekte. Ich könnte dir ja nächstes Jahr beim rumeiern helfen. Und nicht nur ich, wir könnten einen Aufruf bei Twitter machen. Dann hast du jedes Jahr genügend Helfer und im Fall von Twitter sogar welche, die deinen Eierlikör liebend gern trinken.“
Woher weißt du das?“
Habe ich gelesen.“
Hm.“
Ich meine, nur so als Option, falls der Weihnachtsmann sich nicht für Eier erwärmt.“
Irgendeine Eierkreation wird ihn sicher umstimmen.“
Vielleicht begleitest du ihn dieses Jahr einfach erst mal auf seinem Schlitten. Dann sieht er, dass du es ernst meinst.“ Ich strich über seine Hinterpfote. „Allerdings solltest du dir da noch eine Hose besorgen. Allein der Pulli ist sicher zu kühl.“
Das ist eine Idee.“
Und Ostern rocken wir mit den Twitterern gemeinsam. Wenn du dann immer noch umschulen willst, lege ich ein Wort bei Santa Claus ein.“
Kannst du das denn?“
Na klar, über meinen Wunschzettel.“
Hoppel sprang auf. „Das ist in der Tat schlau, so machen wir es! Ich gehe dann mal eine Hose und eine Karte für den Steamtrain zum Nordpol besorgen.“
Perfekt und im neuen Jahr starten wir die Aktion #TwittererFürHoppel.“
Danke. Das ist eine gute Idee! Ich bin schon gar nicht mehr so sauer. Ich frage mich sogar ein bisschen, worüber ich mich eigentlich so aufgeregt habe.“
Ich atmete tief durch.
Na dann…“ sagte der Hase zum Abschied. „Danke fürs zuhören und bis bald.“
Tschüss Hoppel!“
Das war wirklich knapp.

Danke für eure Treue als Leserschaft und nunja, ich darf es euch ja verraten: 2018 wird der erste richtige Roman von June Is herausgebracht werden. Das hat mir Hoppel verraten, denn als er seine Polarexpresskarte kaufte, lag da schon Werbung für mein Buch herum. *schwitz*

Frohe Weihnachten und ganz viel Gesundheit in 2018 für alle, die dies lesen, gelesen haben und lesen werden! <3

 

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